Unterricht in der jahrgangsgemischten Unterstufe
Die Unterstufenkinder unserer Schule lernen in 3 jahrgangsgemischten Klassen. Die Kolleginnen des Unterstufenteams haben vor 5 Jahren einen Weg eingschlagen, der an unserer Schule noch nicht ausgetreten war. Die Kinder in ihrer Lebendigkeit waren unsere Wegweiser.
Für uns Kolleginnen ist es ein Gehen in sicherer Seilschaft: die notwendige verstärkte Zusammenarbeit fördert den pädagogischen Austausch und die gegenseitige Anregung. Dies nützt den Kindern und lässt die individuellen Stärken der Lehrerinnen für die gemeinsame Arbeit fruchtbar sein. Neue Perspektiven und Sichtweisen machen Lust zum Weitergehen.
Eine verblüffende deutliche Erfahrung: In den Lerngruppen von 6- bis 10-jährigen Jungen und Mädchen entwickelt sich eine deutlich entspannte Atmosphäre. Aufgrund ihrer offensichtlich großen Verschiedenheit erleben die Kinder weniger Konkurrenz. Gerade die Unterschiedlichkeit an Vorraussetzungen und Leistungsvermögen wirkt auf die Kinder und ihr Neugierverhalten sehr anregend.
Emotionales Gehalten-Sein: Das Zusammenleben in der Klasse und die grundsätzliche Wertschätzung der Kinderpersönlichkeit bedeutet für die Kinder mit oft verletztem Selbstwertgefühl einen täglichen Rahmen emotionaler Vertrautheit. Es entstehen quasi geschwisterähnliche Situationen mit allen darin enthaltenen Lernmöglichkeiten.
Lernen: Weil die Kinder gerne in der Gruppe sind, sich aufgehoben und wohl fühlen, lernen sie auch gerne. Für die Lehrkräfte ist en genaueres Beobachten des Kindes möglich. Gezeigte Interessen und Fähigkeiten, aber auch Schwierigkeiten können aufgegriffen werden. So kommt es zu einer Inividualisierung der Lernziele mit festgelegten Förderschwerpunkten. Wichtig ist uns dabei, an den Stärken des Kindes anzusetzen und ihm seine Stärken auch bewusst zu machen.
Neben den regelmäßigen Zeiten der Freiarbeit, oder auch, sehr wichtig des freien Spiels, lassen sich die Kinder dann gerne auf die vorgeplanten Lerneinheiten ein. Sie sind bereit zu trainieren und freuen sich über ihren Lernzuwachs.
In Projekten arbeiten sie zusammen an einem Thema, z.B. Dinosaurierer, gestalten für die Schulgemeinde eine Ausstellung und erleben einen Besuch im Naturkunde-Museum.
Vertrauensvolle Zusammenbeit mit den Eltern ist notwendige Voraussetzung für gelingendes Arbeiten. Nach einer aufregenden Übernachtung im Klassenzimmer organisierten z.B. die Eltern das Frühstück und ließen sich von kreativen Darbietungen irher Kinder überraschen.
An Schulfesten sind die Beiträge der Rhythmikgruppe in Zusammenarbeit mit der Musikschule in Herrenberg ein fester Bestandteil. Durch die enge Kooperation der Lehrerinnen der Unterstufe und der Rhythmiklehrerin können Auftritte gemeinsam geplant und durchgeführt werden. So werden die Aufführungen für alle Beteiligten Höhepunkte im Schuljahr. Die Kinder entdecken dabei ihre Stärken, lernen Durchhaltevermögen und erfahren durch das Gelingen Stärkung des Selbstwertgefühls.






