Begegnungsprojekt der Albert-Schweitzer-Schule und der Pfalzgraf-Rudolf-Schule im Schuljahr 2014/15

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Im zweiten Halbjahr dieses Schuljahres war es wieder soweit. Nach den durchweg positiven Erfahrungen des Austauschs beider Schulen vor zwei Jahren, trafen sich Anfang dieses Jahres die Lehrerinnen der Klassenstufe 1-3 der Albert-Schweitzer-Schule Herrenberg und die Lehrerinnen der Klasse 3d und der Internationalen Vorbereitungsklasse der Pfalzgraf-Rudolf-Schule Herrenberg, um wieder ein Begegnungsprojekt zu planen. Koordiniert und begleitet wurden wir Lehrerinnen dabei - wie bereits vor zwei Jahren - von unserer gemeinsamen Schulsozialarbeiterin Christin Reich. Finanziert wurde diese Begegnungsmaßnahme von Kindern mit und ohne Behinderung durch das Regierungspräsidium Stuttgart und das staatliche Schulamt Böblingen.

Kooperation mit dem Diasporahaus Bietenhausen e.V.

Sonderpädagogischer Dienst Erziehungshilfe an der Albert-Schweitzer-Schule Herrenberg

Aufgabe ist die Förderung von Schülerinnen und Schülern, die einen zusätzlichen Förderbedarf im sozialen und emotionalen Bereich haben. Dazu gehören Schüler und Schülerinnen der Schule für Erziehungshilfe, die an der Förderschule inklusiv beschult werden, aber auch Schüler und Schülerinnen, die zur Kooperation gemeldet wurden, außerdem nicht benannte Kinder, bei denen es um aktuelle Kriseninterventionen oder eine kurzfristige Begleitung geht.

Dies geschieht mit Einzel- oder Gruppenförderung, durch Beratung der Lehrkräfte, Teamteaching, Unterstützung im Unterricht, Teilnahme an Klassen- und Stufenkonferenzen und an Elterngesprächen, Elternarbeit, Zusammenarbeit mit dem Jugendamt (ASD), dem Schulamt, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Psychologischen Beratungsstelle und anderen Beratungsstellen. Wenn Schülerinnen und Schüler in Tagesgruppen oder Wohngruppen untergebracht sind, eine Familienhilfe oder Tagesmutter die Familie unterstützt, wird der Kontakt gesucht und eine gemeinsame Linie erarbeitet.

Es werden sonderpädagogische Gutachten und Berichte fürs Jugendamt, fürs Schulamt und für medizinische Fachdienste erstellt. Zweimal im Jahr gibt es bei einem gemeinsamen Treffen mit der Schulleitung, Stufenvertreterinnen und Stufenvertretern und interessierten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zur Rückmeldung.

 

Kooperationsklasse mit der Friedrich-Fröbel-Schule Herrenberg

Zum Schuljahresbeginn 2007 startete die Kooperation zwischen der Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) und der Albert-Schweitzer-Schule (ASS).

Warum?

Bei der Einschulung ist es bei einigen Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht eindeutig zu entscheiden, welcher Lernort für sie der richige ist. Bei den angewandten Überprüfungsverfahren im Rahmen der Einschulungsdiagnostik werden bei diesen Kindern Leistungen festgestellt, die im Grenzbereich zwischen einer geistigen Behinderung und einer Lernbehinderung liegen. Um solchen Kindern die Chance zu geben langfristig die Förderschule zu besuchen, werden sie in in die Kooperationsklasse aufgenommen.

Ziele

Im Verlauf der ersten Schulbesuchsjahre soll mit zusätzlich begleitender Diagnostik die Entscheidung nach dem passenden Lernort für das Kind getroffen werden. Das heißt konkret: Das Kind ist Schüler/in der Friedrich-Fröbel-Schule und wird an der Albert-Schweitzer-Schule unterrichtet. Hat es den Leistungsstand, der für einen übertritt in die Mittelstufe der Förderschule erforderlich ist, erreicht, so kann eine Umschulung an die Förderschule stattfinden. Ist es dagegen für die weitere Persönlichkeitsförderung sowie der beruflichen Perspektive erforderlich, so wird das Kind an die Friedrich-Fröbel-Schule zurückgeführt.
Neu seit dem Schuljahr 2011/12 ist die zusätzliche stundenweise Begleitung in der Mittelstufe durch eine zweite Lehrerin der FFS. Aus den bisherigen Erfahrungen wurde die Ausweitung der Kooperationsklasse auf die Mittelstufe für eine zuverlässige Lernortzuweisung erforderlich. Gerade ab Klasse 4 zeigt sich ob ein Kind in einer künftig größeren Klasse (bis 15 Schüler) mit weniger Kleingruppen bzw. Einzelzuwendung zurechtkommen wird. Die Betreuung durch die Kooperationslehrerin kann und soll auch nicht mehr im selben zeitlich intensiven Aufwand wie in der Unterstufe erfolgen, geht es letztlich darum den Übergang und das Zurechtfinden in einem anders geprägten Unterrichtsstil als in der Unterstufe zu stützen.

Wie arbeiten wir?

Die "Kooperationskinder" werden in der jahrgangsgemischten Klasse 1-3 an der Albert- Schweitzer-Schule unterrichtet und sind in den gesamten Unterrichtsvormittag integriert. Unterrichtet werden sie vom jeweiligen Lehrerinnenteam der ASS als auch von einer Lehrerin der FFS. Somit sind Lehrerdoppelbesetzungen möglich, was die Einteilung in kleinere Lerngruppen, aber auch Einzelförderung, ermöglicht. Die Klassenstärke umfaßt in der Regel 10-12 Kinder. Die Unterrichtszeit in der Unterstufe beträgt 22 Wochenstunden. Die Kinder werden in den meisten Fällen morgens von einem Taxiunternehmen von zu Hause abgeholt und nach Unterrichtsschluß um 12 Uhr heimgebracht. Das Angebot der Kernzeitbetreuung bis 14 Uhr kann gerne angenommen werden.
Ab der Mittelstufe fahren die Schüler mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Unterricht oder AGs finden hier an zwei Nachmittagen bis 15 Uhr statt. Desweiteren besteht die Möglichkeit an der Hausaufgabenbetreuung von Montag bis Donnerstag teilzunehmen.

Zusammenarbeit

  • Intensive Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Gespräche mit dem Jugendamt, Ergotherapeuten, Logopäden, Tagesstätte, Fachrzten und allen an der Förderung beteiligten Personen
  • Gemeinsame Aktivitäten mit der Friedrich-Fröbel-Schule

Aufnahmekriterien

Zielgruppe sind Erstklässler, bei denen im Rahmen der Einschulungsdiagnostik Leistungen festgestellt werden, die im Grenzbereich zwischen der Schule für Geistigbehinderte und der Förderschule liegen. Es besteht aber auch die Möglichkeit für Kinder, die
- zuerst an der FFS eingeschult werden, das 1. Schuljahr dort verbringen und dann in die Koop-Klasse aufgenommen werden
- aus der Diagnose- und Förderklasse kommen
- direkt aus der Grundschule kommen
Grundvoraussetzung für alle drei Möglichkeiten ist das Elterneinverständnis.

Ansprechpartnerinnen:

Annette Hübsch

Tel. 07032/94700 (FFS)
poststelle@ffs.schule.bwl.de

Isabell Stehle

Tel. 07032/5205 (ASS)
poststelle@ass.hbg.schule.bwl.de

 

Alle Informationen zur Kooperationsklasse bekommen Sie auch als Download im Informations-Flyer. 

Dateien:
Kooperationsklasse mit der FFS Beliebt
Datum 2016-03-03 Dateigröße 493.54 KB Download 499 Download

Begegnungsmaßnahme ASS und PRS

Begegnungsmaßnahme ASS - PRSVier besondere Schulvormittage durften  im 2. Schulhalbjahr 2012/13  SchülerInnen der Albert-Schweitzer-Schule Herrenberg und der Pfalzgraf-Rudolf-Schule Herrenberg bei gemeinsamen Spiel- und Bastelaktionen erleben. Angestoßen und finanziert wurde diese Begegnungsmaßnahme von Kindern mit und ohne Behinderung durch das Regierungspräsidium Stuttgart und das Staatliche Schulamt Böblingen.

Federführend für die Durchführung und die Koordination war Christin Reich, die als Schulsozialarbeiterin, sowohl an der Albert- Schweitzer- Schule als auch an der Pfalzgraf-Rudolf-Schule tätig ist.